Flucht, Migration, Integration

Veranstaltung vom 15. März 2016

Podiumsdiskussion

Perspektiven auf die gegenwärtige Migrationspolitik

Am 15. März findet an Stelle von Referaten eine Podiumsdiskussion statt. Prof. Dr. Julia Eckert leitet die Diskussion mit folgenden Gästen:

  • Prof. Dr. Sandro Cattacin, (Soziologie, Universität Genf)
  • Prof. Dr. Anna Goppel (Philosophie, Universität Bern)
  • lic. rer. soc Simone Marti (Sozialanthropologie, Universität Bern)
  • Prof. Dr. Hans-Rudolf Wicker (Sozialanthropologie, Universität Bern)

Migration in all ihren Formen begleitet unausweichlich andere gegenwärtige Globalisierungsprozesse. Diese Einsicht macht es unabdingbar, eine Migrationspolitik zu entwickeln, die konstruktiv und nachhaltig mit den Herausforderungen und den Potentialen von Migration umgeht. Die Migrationsforschung hat seit langem Kenntnisse über die sozialen, ökonomischen und ethischen Kosten unterschiedlicher Migrationspolitiken gewonnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Roundtable Gesprächs diskutieren, was sie aus ihren jeweiligen disziplinären Perspektiven als wesentliches Merkmal einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Migrationspolitik erachten.

Prof. Dr. Julia Eckert, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern

Julia Eckert ist Professorin für Sozialanthropologie an der Universität Bern. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Rechtsanthropologie und der politischen Anthropologie der Weltgesellschaft. Ihre gegenwärtigen Forschungsthemen sind die Transnationalisierung von Rechtsnormen, Verbrechen und Strafen, der Wandel von Institutionen der Verantwortung und Haftung, Migrationsregime und Staatsbürgerschaft. Derzeit leitet sie zwei Forschungsprojekte zur schweizerischen Asyl- und Migrationspolitik, das eine zur Zuschreibung von Glaubwürdigkeit in Asylverfahren, das andere zu Grenzregimen.

Prof. Dr. Julia Eckert, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern
Universität Bern, Institut für Sozialanthropologie

Prof. Dr. Sandro Cattacin, Institut für Soziolgie, Universität Genf

Sandro Cattacin ist Professor an der Universität Genf und Direktor des Institut de recherches sociologiques (IRS). Er arbeitet seit über 20 Jahren zu Stadtpolitik und zu den Dynamiken des Einschlusses und Ausschlusses. Neben komparativen Studien zu Stadtentwicklungspolitiken, Policies in Städten im Bereich Drogen, Migration und HIV/Aids arbeitet Cattacin in den letzten Jahren zu Themen der organisierten Differenz und der Innovation im städtischen Kontext sowie der Beziehung zwischen Institutionen und Marginalität.

Prof. Dr. Sandro Cattacin, Institut für Soziolgie, Universität Genf
Université de Genève

Prof. Dr. Anna Goppel, Institut für Philosophie, Universität Bern

Anna Goppel ist Assistenzprofessorin für praktische Philosophie mit Schwerpunkt politische Philosophie an der Universität Bern. Zu ihren Forschungsinteressen gehören ethische Fragen der Migration sowie die normative Bedeutung von Beziehungen. Ihre aktuellen Publikationen zur Migrationsethik umfassen unter anderem den Sammelband „Migration und Ethik“ (Mentis, 2. Aufl. 2014; hg. mit A. Cassee) und „Was derzeit falsch läuft: Zur öffentlichen Migrationsdebatte und einem möglichen Beitrag der politischen Philosophie“ (Zeitschrift für Praktische Philosophie 2/2, 2015, 339-348).

Prof. Dr. Anna Goppel, Institut für Philosophie, Universität Bern
Universität Bern, Institut für Philosophie

lic. rer. soc. Simone Marti, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern

Simone Marti forscht am Institut für Sozialanthropologie an der Universität Bern. Sie untersucht im Rahmen ihrer Dissertation Prozesse der Illegalisierung am Beispiel der Nothilfe für abgewiesene Asylsuchende in der Schweiz. Sie ist aktiv im Netzwerk der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschenden und in antirassistischen Bewegungen.

Universität Bern, Institut für Sozialanthropologie

Prof. Dr. Hans-Rudolf Wicker, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern

Prof. em. Dr. Hans-Rudolf Wicker war zwischen 1988 und 2012 ordentlicher Professor am Institut für Sozialanthropologie der Universität Bern. Seine Forschungen erstrecken sich auf Lateinamerika und Europa, einschliesslich der Schweiz.  Fragen rund um das Thema Migration stehen in seinen Arbeiten im Vordergrund. Wicker war Mitgründer des Schweizerischen Forums für Migrationsstudien (Neuenburg) sowie des Central European Forum for Migration Research (Warschau). Zu seinen wichtigsten Buchpublikationen gehören „Das Fremde in der Gesellschaft“ (1996), „Rethinking Nationalism and Ethnicity“ (1997), „Migration und die Schweiz“ (2003) sowie „Migration, Differenz, Recht und Schmerz“ (2012).

Prof. Dr. Hans-Rudolf Wicker, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern
Universität Bern, Institut für Sozialanthropologie